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Letztes Update:
01.01.2012

Karriere

Ich wusste lange Zeit nicht, was ich lernen wollte. Eigentlich war ja Coiffeur mein Wunschberuf. Ich ging dann auch schnuppern, war toll aber ich habe festgestellt, dass es doch nicht so ganz leicht ist, wie angenommen. Leider musste ich dann diesen Beruf vergessen und suchte ne Alternative.  Da kam die solide Grundausbildung, KV, gerade recht. Nun ging es darum, eine geeignete Lehrstelle zu finden. Gar nicht so einfach, wie mehr als 20 Absagen beweisen. Aber dennoch habe ich meine Lehrstelle gefunden. Nun ging es also dann los, mein Berufsleben. Viel Spass beim Lesen meines beruflichen Werdegangs.

TRUMPF Grüsch AG, Grüsch (01.08.1993-31.07.1996)

Nun, also ich landete bei der TRUMPF in Grüsch. Die Ausbildung geht drei Jahre und ich bin jedes Jahr in einer anderer Abteilung. Ich werde mal ein wenig beschreiben, was ich so erlebt habe in den 3 Jahren.

Im ersten Lehrjahr war ich im Einkauf. Ich habe einmalige Bestellungen gemacht, war noch interessant, den Kundenkontakt zu pflegen und hat mir auch viel Spass gemacht. Ich durfte auch manches Mal durch den Betrieb laufen und lernte so auch viel vom Betrieb kennen! Das Jahr ging auch wirklich schnell vorbei, aber ich konnte da sehr viel lernen.


Das zweite Lehrjahr - Verkauf - war überhaupt kein gutes Jahr. Ich wurde vom einen Tag auf den anderen ins kalte Wasser geworfen. Von heute auf morgen war ich für den Schweizer Markt zuständig und durfte - obwohl keine Ahnung von Artikeln noch Verkauf - alles verkaufen. Dazu kam noch, dass ich fast nichts zu tun hatte und so liess die Motivation deutlich nach, was sich auch auf die Schule auswirkte. Ich war total unzufrieden und frustriert, was sich auf meine Gesundheit auswirkte. Da ich so frustriert war, nahm ich innerhalb eines Jahres 20 Kilo zu, die ich bis jetzt noch nicht losgekriegt habe! Es musste was geschehen, ich war nahe daran, die Stelle aufzugeben und die Lehre abzubrechen. Aber zum Glück war das Lehrjahr zu Ende und ich konnte wieder wechseln. In der Zwischenzeit habe ich meine KV-Lehre in eine Bürolehre umgewandelt, auch der Noten wegen.

Im dritten Lehrjahr - Buchhaltung - habe ich meine Berufung gefunden, Zahlen stapeln, das muss es sein. Ich bin förmlich aufgeblüht in der Buchhaltung! Ich habe mich toll eingefunden im Team und auch sonst ging alles flott von der Hand. Hat mir viel Spass gemacht dort. Leider ging auch das Jahr viel zu schnell zu Ende und ich musste mich nach einer neuen Stelle umschauen. Die Zeit bei der Trumpf war schön, aber dennoch hatte es leider keinen Platz mehr in der Buchhaltung.

Im 1. Lehrjahr bei der TRUMPF Grüsch AG
(Das bin ich im ersten Lehrjahr)

Perkin-Elmer, Rotkreuz (02.09.1996-31.12.1996)

Nachdem ich einen Monat nichts getan habe, musste ich mir wohl oder übel einen Job suchen. Im Bündnerland zu der Zeit sehr schwer, fand einfach keine Stelle für mich. Was liegt da näher als ein Kantonswechsel? Da mein Bruder schon im Zugerland gearbeitet hatte, war es ein leichtes, an entsprechendes Stellensuchmaterial zu gelangen. Ich habe einige Stellenvermittlungsbüros angeschrieben. Eines konnte mich sogar vermitteln. Und kaum einen Monat später war ich schon im Kanton Zug am arbeiten.

Die Stelle war schon von Anfang an auf vier Monate befristet. Ich hab mir gesagt, wieso nicht nach Rotkreuz arbeiten gehen, ich habe nichts zu verlieren, im Gegenteil. Ich bin nicht an irgendwas oder irgendjemanden gebunden und flexibel, was gerne verlangt wird.

Zugegeben, die erste Stelle nach meiner Ausbildung war nicht extrem auslastend. Zu meinen Aufgaben gehörten, die liegengebliebenen Kreditoren-Rechnungen - immerhin ein dicker Stapel jeden Tag - ins System einzutippen, Abklärungen zu machen in Englisch, worin ich gar nicht so sicher war. Am Schluss meiner vier Monate war ich dann sogar noch für ein paar Tage Stellvertretung einer Mitarbeiterin. Auf jeden Fall hats Spass gemacht, neue Leute kennenlernen. Nur schade, wars von Anfang an befristet. 

Hier unten sieht man die ganze Truppe aus der Buchhaltung. Mit dem jungen Mann ganz vorne habe ich das Büro geteilt, es war ziemlich lustig mit ihm.

Die Belegschaft der Perkin Elmer in Rotkreuz
(Die Belegschaft der Perkin Elmer Buchhaltung)

Graubündner Kantonalbank, Chur (21.04.1997-08.08.1997)

Nach meinem Einsatz in der Innerschweiz konnte ich ein paar Monate nicht arbeiten. Das liebe Militär hat mir einen Strich durch meine Berufskarriere gemacht. Aber durch das RAV kam ich dann zu einer neuen, interessanten Stelle. Die GKB hat eine Gruppe Leute gesucht für ein Projekt, das mittels Kundenschreiben geschickt wurde. Die Aufgabe für die neue Gruppe bestand darin, dass wir einen Fragebogen zurückbekommen hatten, diesen dann bearbeiten, EC-Karte erfassen und bestellte Unterlagen zusammenstellen und verschicken. Es war was ganz neues für mich und auch für die Bank, wie sie uns gesagt hatten.

Lustig war, dass wir zwischendurch die Zeit mit Ballonspielen verbracht hatten, weil ab und zu bisschen Flaute war wegen den Kundenschreiben, aber pssssst. Wir haben uns ziemlich schnell miteinander angefreundet und es gab zwischendurch auch Momente, wo man uns ein bisschen gezeigt hat, wie es in einer Bank zu und her geht. Eigentlich nicht verwunderlich, aber bei einer Bank hinter dem Schalter gehts zu und her wie bei einer x-beliebigen Firma.

Da die Bank mit mir zufrieden war, haben sie mich angefragt, ob ich noch einen weiteren Einsatz machen möchte, habe da zugesagt, weil ich erstens mich da wohl gefühlt hatte und zweitens noch gar nichts anderes gesucht hatte. Im zweiten Job gings darum, dass falsch adressierte oder fehlerhafte Kontenkarten im PC erfasst werden und dann verschickt werden mussten. Es war zwar mehr ein Datentypistenjob, aber das war auch interessant. Ich konnte ganz interessante Kontakte knüpfen dort. 

Ich habe während meiner Zeit bei der Kantonalbank auch versucht, Fuss zu fassen dort. Aber der Zeitpunkt war eher ungünstig, da die Lehrabgänger den Vorrang hatten und ich dann das Nachsehen. So blieb mir dann nicht viel übrig, als weiter zu suchen.

Perkin-Elmer, Rotkreuz (01.10.1997-12.12.1997)

Nachdem ich im Bündnerland mehr oder weniger vergeblich nach einer neuen Stelle Ausschau gehalten habe, beschloss ich, meinem erfolgreichen Arbeitseinsatz im Kanton Zug eine Fortsetzung zu verpassen. Ich habe wieder das mir bereits bekannte Vermittlungsbüro kontaktiert, dass ich wieder etwas suche im Kanton Zug.

Kurze Zeit später hatte ich schon die Zusage für einen weiteren Einsatz bei der Perkin-Elmer in Rotkreuz. Ich kannte die Leute noch vom vorigen Jahr, wusste wo und wie es dann war. So habe ich natürlich gleich wieder zugesagt. Ich habe mich gefreut, wieder zu arbeiten. Diesmal wars nicht mehr befristet, ich hätte die Aussicht auf eine Feststelle. Das war natürlich ein weiterer Grund, zuzusagen, schliesslich wollte ich schon sesshaft werden.

Meine Freude währte aber nur kurz bei der Perkin-Elmer. Da ich mich auf die bekannten Gesichter eingestellt hatte, war meine Überraschung gross, dass ein Grossteil der Leute nicht mehr da war. Nun gut, war ja der Arbeit wegen dort und nicht nur der Leute. Aber leider hat sich auch die Arbeit nicht als das rausgestellt, als das ich mir vorgestellt hatte. Es war einfach nicht so interessant für mich. Dazu kam noch, dass das mit der Feststelle auch nicht mehr so sicher war. So hab ich beschlossen, der Firma den Rücken zu kehren und etwas spannendes zu suchen. 

Rothmans of Pall Mall, Zug (06.01.1998-31.10.1998)

Durch ein Vermittlungsbüro bekam ich im Dezember 1997 noch einen Vorstellungstermin. Ich hätte nicht gedacht, dass ich eingestellt werde, aber es kam dann doch dazu. Der Jahreswechsel war natürlich so viel schöner, mit dem Wissen, Anfang Jahr an einem neuen Ort arbeiten gehen zu können.

Am Anfang wurde ich eingestellt, um die Spesenabrechnungen der Aussendienstmitarbeiter zu kontrollieren, buchen und bezahlen. Anfangs wars noch ziemlich heftig, aller Anfang ist schwer. Musste mich da zuerst einarbeiten, vor allem wars nicht immer einfach, die Zahlen zu lesen, teilweise wurde nämlich von Hand geschrieben. Aber mit der Zeit konnte ich die Mitarbeiter sogar dazu bringen, die Spesen auf dem PC auszufüllen. Machte es für mich natürlich viel einfacher. 

Nach meinen 3 Monaten temporärer Arbeit bei der Rothmans, hat man mir eine Feststelle angeboten, welche ich auch angenommen hatte. Ich dachte, dass ich da ein paar Jahre verbringen kann. Mir machte die Arbeit Spass und es gab nette Arbeitskollegen und -kolleginnen. Nach meiner Festanstellung verschob sich mein Arbeitsgebiet ein bisschen. Ich durfte einige neuen Sachen machen. Unglücklicherweise hat man da nicht ganz berücksichtigt, dass für die neuen Aufgabengebiete perfektes Englisch die Voraussetzung gewesen wäre, was leider bei mir weniger der Fall war. Die Monate gingen zwar schnell durch, aber in mir wuchs die Unzufriedenheit und ich musste mich entscheiden. Schlussendlich habe ich für mich entschieden, dass das nicht das Richtige ist für mich und habe eine neue Herausforderung gesucht.

Rothmans of Pall Mall
(Mein Arbeitsplatz in den ersten vier Monaten)

IHA, Hergiswil (30.11.1998-18.12.1998)

Als Überbrückung zu meiner nächsten Stellenherausforderung habe ich eine temporäre Stelle angenommen, das Weihnachtsgeld musste ja auch verdient werden. Ich machte ein weiteres Mal einen Abstecher in die Welt des Datatypisten. Auch hier gings darum, Fragebogen ins EDV-System einzutippen. Die Firma IHA ist ein Marktforschungsunternehmen und befragt schriftlich und telefonisch Kunden um ihre Meinung.

Es war auf Dauer ziemlich anstrengend, der Arbeitsweg von 1 1/2 Stunden mit dem Zug wurde beschwerlich. Auch die eher spärlichen Lichtverhältnisse haben regelmässig zu Kopfschmerzen geführt. Es war ohnehin klar, dass das nur eine Übergangslösung sein wird, bis ich eine Stelle gefunden habe, bei der ich meine Erfüllung finden werde. 

Meine Zukunft stellte ich mir schon weniger im Datatypistenbereich und so weit entfernt vor. Ich wollte, wie wahrscheinlich jeder Arbeitnehmer, einen kurzen Arbeitsweg und eine erfüllende Stelle. Und die habe ich dann auch gesucht.

Photochemie, Unterägeri (28.01.1999-19.03.1999)

Dieses Mal zog es mich in den tiefen Winter des Zugerlandes. Nach Unterägeri. Der Arbeitsweg ist zwar auch nicht weniger weit als vorhin, aber es hat sich allemal gelohnt. Diese Stelle wurde mir auch über ein Stellenvermittlungsbüro vermittelt. Ich konnte im Spätwinter nach Ägeri fahren und fand mich in einem Provisorium wieder. Ein kurzes Gespräch mit dem Chef und schon hab ich angefangen zu arbeiten dort. Es ging ziemlich schnell. Mir wars ja recht. 

Warum ein Provisorium? Die Firma war gerade dabei, einen Neubau zu realisieren und war dementsprechend ziemlich unter Druck. Es war eine hektische Zeit dort, aber ich hatte meinen Spass dabei. Es gab zwar einige lange Tage bei der Photochemie, aber ich habe mich in der leider viel zu kurzen Zeit super eingelebt. Mit den Kollegen hab ich mich sehr gut verstanden und meine Vorschläge wurden auch jederzeit angenommen.

Leider war ich nur eine Zwischenlösung, die die Vorgängerin von mir sehr schnell weg war und zwischenzeitlich auch schon ein Nachfolger von mir gesucht und auch gefunden wurde. Ich konnte meinen Nachfolger noch kurz einarbeiten und dann hiess es für mich weiterziehen. Ich fand es schade, wäre sehr gerne dort geblieben, aber gegen einen Nachfolger konnte ich nichts einwenden.

Veco Trust (Zug) AG, Zug (08.04.1999-11.06.1999)

Nachdem ich mich in Unterägeri vergnügt hatte, suchte ich eine neue Herausforderung. Ich wollte immer mal in einem Treuhandbüro arbeiten und fand dann über verschiedene Verbindungen eine offene Stelle im Treuhandbereich. So konnte ich die Buchhaltung für mehrere Firmen machen, was mich immer schon gereizt hatte. Mein Wunsch sollte erfüllt werden und ich bekam die Zusage, bei der Veco Trust AG arbeiten zu können.

Durch den Umstand, dass der Vorgänger auch schon in den letzten Tagen war, gab es nicht mehr viel Zeit, mich einzuarbeiten. Somit blieben ganze 1 1/2 Tage Zeit, sämtliche wichtigen Informationen zu übermitteln. Ist schon fast voraussehbar, dass dann nicht gleich alles von Anfang an geklappt hatte. Meine Arbeitskollegin - wir waren in der "Firma" nur zu zweit - hat mich so gut es ging unterstützt. Wir haben uns gleich von Anfang an gut verstanden. Sie war mir eine grosse Hilfe in der ganzen Zeit. 

Leider hatten mein Chef und ich verschiedene Ansichten, was meine Arbeit angeht. Auf auf Hinsicht, dass ich sehr wenig Einarbeitszeit hatte, versuchte ich, meine Aufgabe so gut es ging zu meistern. Mit der Zeit merkten wir, dass die Unterschiede zu gross sind und wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden. So kam es, dass sich die Wege von mir und der Firma getrennt hatten. Aber die Erfahrung, in einem Treuhandbüro zu arbeiten, war es allemal wert. Ich würde es gerne wieder machen.

Ausblick von der Veco Trust (Zug) AG
(Hier der Ausblick vom Balkon des Büros)

CabTec AG, Rotkreuz (06.09.1999 - 30.11.2002)

Nach meinem treuhänderischen Abstecher wollte ich wieder zurück zur herkömmlichen Buchhaltung. So machte ich mich auf die Suche und fand mich schon bald beim Empfang der Firma CabTec AG. Beim Gespräch zeigte man mir den Stellenbeschrieb, der genau zu dem passte, was ich gesucht habe für meine neuste Herausforderung. So konnte ich eigentlich schon sofort zusagen und auch von der Seite der CabTec her kam die Zusage, ich hatte mich darüber gefreut.

Bereits nach kurzer Zeit hatte ich mich ganz gut eingelebt und kannte die wichtigsten Leute im Betrieb. Ich fühlte mich schon nach wenigen Monaten so, als würde ich schon seit langer Zeit in der Firma arbeiten und das hat man auch nach aussen gut gemerkt. Eine grosse Änderung stand uns im Dezember 2000 an. Ein Umzug in ein weiteres Gebäude. Ich bekam ein eigenes Büro -
naja fast - zwischendurch besuchte uns die Frau des Geschäftsinhabers, aber das auch lustig jeweils. Nach meinem etwas holprigen Start in das Berufsleben durch viele temporäre Stellen wurde ich sesshaft bei der CabTec, immerhin arbeitete ich schon knapp 3 Jahren in ein- und demselben Betrieb, das war auch nicht schlecht.

Aufgrund Umstrukturierungen in der Buchhaltung hatte ich die Kündigung erhalten für meine Stelle. Wirklich Zeit, darüber traurig zu sein, hatte ich nicht, ich hatte damit gerechnet. So hatte ich jetzt eine gute Chance, mich weiter zu verwirklichen. Und dafür nahm ich mir als Erstes eine Auszeit und viel Zeit für meine Zukunft.

mein altes Büro bei der CabTec AG
(Mein altes Büro bei der CabTec)
mein neues Büro bei der CabTec AG
(Mein neues Büro)

A. Tschümperlin AG, Baar (04.08.2003-28.02.2004)

Nach einem etwas längeren Unterbruch hatte ich die Möglichkeit bekommen, mich in einem Zwischenverdienst als Kreditorenbuchhalter einzubringen. Lustig ist der Weg, wie ich zu der Stelle gekommen war. Ursprünglich hatte ich mich für die Stelle als Debitorenbuchhalter beworben. War auch lange der Wunschkandidat - zumindest der Aussage meiner Chefin nach. Aber dann bekam eine andere Kandidatin die Zusage. Und nur wenige Wochen später kam ein Telefonanruf und ich wurde dann nach einem kurzen Gespräch eingestellt.

Ich kam in den Genuss, halbtags zu arbeiten. Es war für mich noch ideal. Wenn man bedenkt, dass man lange Zeit keine Stelle hatte, war es besser, klein anzufangen. So konnte ich jeweils vormittags die Rechnungen einbuchen. Ich war sehr schnell im Ablauf drin und konnte auch im Team gut Anschluss finden. Mit meiner Bürokollegin habe ich mich von Anfang an gut verstanden, es war lustig, auch mal persönlich, aber immer sehr gut. Ich hatte Freude, jeden Morgen zur Arbeit zu fahren.

Da ich ja als Ersatz für einen erkrankten Mitarbeiter eingestiegen war, war voraussehbar, dass mein Einsatz befristet sein würde. Und schon im Januar hatte man gemerkt, dass die Arbeit abnimmt. So wurde auch das Pensum von 50 % auf 30 % runtergeschraubt. Eine Umstellung, die seine Vor- und Nachteile hatte. Mehr Zeit für mich, aber weniger Anschluss im Geschäft. So kam was kommen musste: der Abschied. Ich hatte die Firma mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Lachend, weil ich wieder im Arbeitsmarkt aktiv war und gebraucht wurde und weinend, weil ich ein Super-Team verlassen musste. Auf jeden Fall denke ich gerne an meinen Einsatz zurück und ich hoffe auch, dass ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. Die nächste Chance kommt bestimmt!

Mein Arbeitsplatz bei der A. Tschümperlin AG
(Mein Arbeitsplatz bei der A. Tschümperlin AG)

Galvanik, Zug (01.07.04 - 30.09.05)

Die nächste Station in meinem Berufsleben ging in eine neue Richtung. Ein Kulturbetrieb, das hatte ich bisher noch nicht erlebt. So bin ich voller Tatendrang in diese Herausforderung eingetaucht. Es ging relativ schnell, bis ich mich eingewöhnt hatte und mich in der Arbeit eingefunden hatte.

Meine Aufgaben waren hier die Kontrolle der Rechnungen, das Erstellen von Kennzahlenberichten und Statistiken, das Verwalten der Proberäume, allgemeine Korrespondenz und sonst anfallende Arbeiten, die es in dem Betrieb ergeben hatte. Auch der Kontakt mit der externen Buchhaltungsstelle musste gewährleistet werden, damit die Rechnungen rechtzeitig bezahlt wurden.

Die Stelle war zu Beginn auf 60% angesetzt. Dies beruhte lediglich auf einer Annahme, weil man nicht wusste, wieviel Zeit diese Stelle beanspruchte. Mit der Zeit hatten wir gemerkt, dass das Pensum zu hoch ist und man hatte eine gemeinsame Lösung gefunden, welche dann mit einer Reduktion auf 20% und auf Stundenlohn endete. Somit war ich weniger im Betrieb und die Stunden, die ich im Betrieb verbracht hatte, waren dafür voll verplant. Durch die Optimierung der Arbeitsabläufe wurde meine Funktion nicht mehr gebraucht, was die Folge hatte, dass das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde. Aber dies ist eine weitere Station in meinem Berufsleben und die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

ProArbeit, Zug (06.03.06 - 03.11.06)

Wieder eine neue Station in meiner beruflichen Karriere. Rund ein halbes Jahr davor hatte ich mich bereits bei dieser Organisation um eine Stelle beworben, wurde aber nicht genommen. Der Zufall wollte es, dass ich durch das RAV für einen befristeten Arbeitseinsatz bei der ProArbeit vorgeschlagen wurde.

Die Aufgaben waren vielseitig und sehr interessant. Ich konnte meine ganze bisherige Erfahrung einbringen und aus dem Vollen schöpfen. Meine Hauptaufgabe war die Entlastung der Mitarbeiter beim Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufe. Die Stellensuchenden kamen vorbei und wir haben die Schreiben aufgesetzt, die dann den Personen eine Stelle ergeben sollten. Durch die teilweise vorhandenen Sprachbarrieren war die ganze Vorstellungskraft und Unmengen von Geduldsfäden gefordert. Aber das war gerade der Reiz. Für mich hatte sich definitiv herausgestellt, dass ich eine neue Richtung eingehen möchte. Die Arbeit mit Erwerbslosen, das Helfen in der Stellensuche und die unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen, waren die 8 Monate auf jeden Fall wert! Wie alles Schöne war auch meine Zeit bei der ProArbeit nur begrenzt und ich muss mich auf die nächste Herausforderung bereit machen. Auf jeden Fall ist die ProArbeit Zeit für mich eine positive Zeit gewesen.

Ausgleichskasse Zug, Zug (01.11.07 - 30.11.07)

Als nächstes durfte ich mich in der Ausgleichskasse umsehen. Dadurch, dass ich längere Zeit ohne Stelle war, wuchs die Frage, ob ich überhaupt noch arbeiten konnte. Und wie ich das konnte! Und wo konnte ich dies besser unter Beweis stellen als auf der Ausgleichskasse?

Da war gerade ein Mitarbeiter krankheitshalber ausgefallen, den ich für die Zeit ersetzen durfte. Meine Aufgaben dabei waren das Erfassen, Mutieren und Bestellen von AHV-Karten und das Bestellen der Auszüge des individuellen Kontos, das jeder AHV-Bezüger jederzeit anfordern kann, um zu sehen, ob ehemalige oder aktuelle Arbeitgeber ihre Beiträge auch bezahlt hatten. Die Arbeit war nicht übermässig anstrengend, aber es gab viel zu tun, was ich natürlich immer schön erledigt hatte. Der eigentlich länger geplante Einsatz wurde frühzeitig beendet, da ich nach drei Wochen den Rückstand aufgearbeitet hatte. Leider gab es danach keine freie Stelle für mich, so dass ich mich anderweitig wieder umschauen musste.