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01.05.2012 |
Wixen: Handwerk lohnt sich
Frischeres SpermaSperma wird normalerweise nach drei, vier Tagen schlecht, sagt der britische Evolutionsbiologe Robin Baker. Mittels Selbstbefriedigung wird man altes Sperma los; neues, fruchtbareres Material kann nachrücken. Und das bitte regelmässig. Denn absterbende Rest-Spermien schädigen durch ihre giftigen Zerfallsprodukte auch frisch produzierte, top-fitte Kollegen. Spätestens bereits nach acht bis zehn Tagen ist Sperma endgültig hinüber, so der Hamburger Fortpflanzungsexperte Dr. Gerd Bispink. Perfekter StressabbauWer nicht das Bedürfnis nach Selbstbefriedigung spürt, der hat ein Problem, sagt Robert Pollack. Denn mit Hilfe von Solo-Sex kann man ganz hervorragend Stress abbauen und nebenbei ausserdem noch das Immunsystem stärken. Der amerikanische Selbstbefriedigungsspezialist und Buchautor Dr. Harold Litten geht sogar so weit, zu behaupten: Selbstliebe ist eine wichtige Grundlage für jegliche geistige Gesundheit. Stärkere Lust auf SexWissenschaftliche Untersuchungen bestätigen klar, dass nach dem Masturbieren der Testosteronspiegel im Körper deutlich ansteigt. Und die gesteigerte Produktion des Männerhormons bewirkt wiederum, dass man weitaus mehr Lust auf Sex verspürt - eine ideale Wechselwirkung. Mehr MuskelaufbauDer Hormonschub bringt aber noch mehr erfreuliche Effekte mit sich: Er unterstützt automatisch den Aufbau zusätzlicher Muskelmasse. Außerdem gibt Testosteron einem Mann mehr Durchsetzungskraft und Zuversicht bei Stress im Beruf und in der Partnerschaft. Für viele Männer werden teure und langwierige Hormonersatzbehandlungen unnötig, wenn sie sich stattdessen genüsslich ihrem eigenen Körper hingeben, sagt Litton. Regelmässiger Sex mit dem Partner würde sich zwar ähnlich günstig auf den Hormonhaushalt auswirken, ist aber nicht immer und überall zu bekommen. Der eigene Penis steht Ihnen hingegen rund um die Uhr zur kostenfreien Verfügung. Bessere PotenzDass man durch häufiges Onanieren seine Potenz verliert, ist ungefähr genauso wahr wie das spontane Erblinden, vor dem Sie Ihre Mutter früher vielleicht gewarnt hat. Im Gegenteil. Der Neusser Urologe Dr. Jörn Witt schliesst nicht aus, dass es einen Trainingseffekt gibt: je öfter, desto härter. Wer früh im Leben damit anfängt, ist im Alter länger sexuell aktiv, bestätigt Robert Pollack. Selbstbefriedigung kann auch bei medizinischen Diagnosen helfen. Wer beim Sex mit Männern öfters unter Potenzproblemen leidet, aber auf sich allein gestellt keine Schwierigkeiten hat, der kann beispielsweise physiologische Faktoren wie Gefäßerkrankungen als Ursache schon mal ausschließen. Länger durchhaltenUrologe Witt hält große Stücke auf Selbstbefriedigung, wenn es um die Behandlung bei frühzeitigem Samenerguss geht: Einige Wochen lang sollten Betroffene sich alle zwei bis drei Tage bis kurz vor dem Orgasmus stimulieren, gerne auch zusammen mit dem Partner. Danach ein paar Minuten Pause einlegen und das Ganze wiederholen. Erst nach mehreren Warmlaufphasen ist der Orgasmus erlaubt. Diese Behandlung hat eine hohe Erfolgsquote, sie wirkt als eine Art Anti-Schlaff-Tablette. Mehr OrgasmenHarold Littens Erfahrungen belegen, dass sich mit der gleichen Technik multiple Orgasmen durchaus trainieren lassen. Dadurch, dass der Mann die Ejakulation immer wieder hinauszögert, laufen die Orgasmen zuerst nur im Kopf ab. Das kann mitunter schon ein stundenlanges Spiel werden. Besser schlafenDer Kopf profitiert auch in anderer Weise, oder es schadet ihm zumindest nicht, wie viele Menschen noch heute befürchten. Alle Statistiken belegen es: Die Hinwendung zur Selbstbefriedigung steigt mit dem Bildungsgrad. Besonders häufig scheinen es Abiturienten, Studenten und Doktoren zu machen. Davon abgesehen wirkt Onanieren nicht nur als Anti-Schlaff-Tablette, es ist auch besser als jede Schlaftablette. Es hilft dem Gehirn, vom Alltagsstress abzuschalten. Der Frankfurter Männerarzt Dr. Haydar Karatepe: Man fühlt sich entspannt und häufig besser danach. Es ist eine Möglichkeit, auf angenehme Art und Weise Dampf abzulassen. Anschliessend schlafen Männer wie die Murmeltiere. Gesunde ProstataAuch die Prostata profitiert von regelmäßiger Durchspülung. Es gibt Hinweise dass sich die Beschwerden einer chronischen, nicht-bakteriellen Prostata-Entzündung durch regelmässige Selbstbefriedigung bessern, sagt Urologe Witt. Regelmässig heisst in diesem Fall: mindestens zweimal pro Woche. Durch mehrfache Ejakulationen wird die Prostata besser durchblutet, das Sekret bleibt in Bewegung. Infekte können sich dann nicht so leicht festsetzen, ergänzt Karatepe. Mehr AusdauerPro Hand-Job gehen 150 Kalorien flöten. Etwa so viel wie bei 15 Minuten Schwimmen oder zwei Kilometern Laufen. Er unterstützt jede Diät und lässt jede Wampe schmelzen. Und nicht nur das. Wer ihn häufiger praktiziert, darf mit einem spürbaren Trainingseffekt, vor allem für das Herz-Kreislauf-System rechnen. Ein ausgiebiger Solo-Sex trainiert die Pumpe so wie Treppensteigen über mehrere Stockwerke. Kraft-WorkoutSelbstbefriedigung ist das perfekte Unterarmtraining - eine Muskelgruppe, die beim üblichen Workout meist zu kurz kommt. Vorteilhaft ist es natürlich auch, nicht immer mit der gleichen Hand zu masturbieren, damit kein Ungleichgewicht entsteht. Bizeps, Trizeps und Schultermuskulatur des Arbeitsarms werden beim Solo-Sex ebenfalls stark beansprucht. Inwieweit Sie die übrigen Körpermuskeln einsetzen, hängt von der Stellung ab. Ideales Training für den Waschbrettbauch ist zum Beispiel, auf dem Rücken zu liegen, den Oberkörper zum leichten Crunch anzuheben. Mehr Spass am Sex Je öfter, desto besser
gilt allerdings nicht unbegrenzt. Experte Karatepe warnt: Das führt zur
Vereinsamung. Und das wäre absolut schade, denn Psychologen sind überzeugt,
dass die Beschäftigung mit sich selbst den Sex mit dem Partner verbessern
kann. Denn wie, wenn nicht durch Selbstbefriedigung, soll man ohne Stress
die eigenen Vorlieben herausfinden und anschliessend gegenüber dem Partner
äussern?
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